Vor 75 Jahren, im Sommer des Jahres 1948, fanden in Weinfelden, die Tell-Freilichtspiele statt. Dieses historische Ereignis wurde vom Festspielkomitee im Rahmen des 54. Thurgauischen Kantonalen Schützenfestes organisiert und von der Schützengesellschaft Weinfelden unterstützt. Über 150 theaterbegeisterte Menschen aus Weinfelden und der umliegenden Region wurden aufgerufen, Friedrich Schillers Freiheitsdrama «Wilhelm Tell» darzustellen.


Im ersten Halbjahr 1948 versammelten sich Jung und Alt, um sich unter der Leitung des ausgezeichneten Regisseurs Otto Bosshard aus Winterthur aufopfernder Probenarbeit zu widmen. Die Aufführungen fanden auf der Scherbenhofwiese in Weinfelden statt und begeisterten das Publikum mit insgesamt 21 Freilicht-Aufführungen.
Das Theaterstück «Wilhelm Tell» zog mehr als 20.000 Erwachsene und 10.000 Schüler aus dem gesamten Thurgau und darüber hinaus an, um das packende Spiel zu erleben. Die Aufführungen wurden zu einem beeindruckenden kulturellen Ereignis in der Region und verliehen dem Thurgauer Kantonalschützenfest von 1948 eine besondere Bedeutung.
Am 1. August 1948 fand die letzte Aufführung der Tell-Freilichtspiele anlässlich des Thurgauer Kantonalschützenfestes statt, was den Abschluss und Höhepunkt dieses historischen Ereignisses markierte. Die Veranstaltung hatten zweifellos einen wichtigen Beitrag zur Kultur und Gemeinschaft in Weinfelden und der umliegenden Region geleistet.



Quelle: Hans Dünnenberger, Weinfelden