Tipps für das zukünftigen Berufsleben

Der Schritt ins Arbeitsleben Verband Schreiner Thurgau VSSM

48 Schreinerlehrlinge des vierten Lehrjahres waren am eintägigen Seminar unter dem Motto «Der Schritt ins Arbeitsleben» dabei. Heinz Fehlmann, Präsident des Verbandes Schreiner Thurgau, vermittelte den Lehrlingen wertvolle Tipps für das Berufsleben und machte insbesondere auf die Situation im Zusammenhang mit dem fehlenden Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aufmerksam.

Werner Lenzin

Sie haben das Qualitätsverfahren hinter sich, die Lehre abgeschlossen und jetzt geht es hinaus ins Berufsleben. Entspannt und locker sitzen sie im Theoriezimmer im Verkehrssicherheitszentrum Thurgau anlässlich eines eintägigen Seminars. Eingeladen dazu hat der Verband Schreiner Thurgau und die Gewerbliche Berufsschule Weinfelden.

Stärken zeigen
«Heute erhaltet ihr Informationen über das, was euch im Arbeitsleben erwartet und wertvolle Tipps, wie ihr euch in eurem neuen Lebensabschnitt verhalten sollt», begrüsst Heinz Fehlmann, Präsident des Verband Schreiner Thurgau, die angehenden Berufsleute. Von diesen erwartet man, dass sie nun ausbildungsmässig auf dem gleichen Level sind. «Sie sind Schreiner, ihre Stärken sind ihr Potential und jeder von ihnen muss seine Stärken kennen und das tun, was er am besten kann», riet der Präsident und betonte: «Als Mitglied eines Teams erwartet man von ihnen Offenheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft». Er machte die jungen Berufsleute darauf aufmerksam, dass sie das Dreifache des bisherigen Lehrlingslohn erhalten werden und appellierte: «Erscheinen sie gesund, ausgeruht und pünktlich zur Arbeit und verhalten sie sich offen und ehrlich bei Fehlern». Weiter forderte er die Lehrlinge auf, sich Ziele zu setzen und sich stets bewusst zu sein, dass die Freude an der Arbeit zu guten Leistungen führt. 

Neue Arbeitsbedingungen
Von Fehlmann erfahren die Seminarteilnehmer: «Momentan gibt es in der Schreinerbranche zwar keinen Gesamtarbeitsvertrag, aber alle Mitarbeitenden sind mit einem Vertrag angestellt und keine Schreinerei darf sie zu anderen Arbeitsbedingungen anstellen.» Auch die zukünftigen Berufsleute haben die gleichen Rechten und Pflichten und diese basieren auf den Bedingungen des alten Gesamtarbeitsvertrages (2018-2020). Neu sind laut Fehlmann die neuen Arbeitsrichtlinien des Verbandes Schweizer Schreinermeister. Dieser hat entschieden, dass die wöchentliche Arbeitszeit von 41.5 auf 42 Stunden erhöht und neu fünf Wochen Ferien gelten. Weiter neu ist, dass die Überzeit auf einem Langzeitkonto deponiert und später als Kompensation für Reisen eingezogen und auch auf das nächste Jahr übertragen werden kann. «Diese neuen Arbeitsrichtlinien basieren auf einer Freiwilligkeit und bilden als Ehrenkodex den neuen und modernen GAV ab», erklärte der Präsident. Er riet den zukünftigen Schreiner: «Bilden sie sich weiter, denn Projektleiter sind gesucht, die Schreiner haben einen Mangel an Führungspersonen und ihr Marktwert steigt mit jeder Weiterbildung.»  

Workshops und Geschicklichkeit
Anlässlich von drei Workshops bietet man den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit verschiedenen für sie wichtigen Themen zu befassen. So erfahren sie, dass eine finanzielle Bildung für Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit sorgt und es wichtiger ist, einen Tag im Monat über die Finanzen nachzudenken, als 30 Tage zu arbeiten. Wie wichtig auf dem Arbeitsmarkt ein richtiges Vorgehen bei der Bewerbung sein kann, erleben sie an einem anderen Posten. Dabei richtet sich der Fokus auf die Bewerbung, den Aufbau eines Begleitschreibens und des Lebenslaufs und vermittelt verschiedene Tipps für das Vorstellungsgespräch. Informationen erhalten sie auch, wie es nach der Lehre hinsichtlich der beruflichen Laufbahn weitergehen könnte. Auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums stellten die Lehrlinge unter der Leitung zweier Moderatorinnen ihre Geschicklichkeit mit dem Personenwagen unter Beweis. Viel Spass und Plausch bildete dabei das Fahren mit einem Tennisball auf der Kühlerhaube, das Rückwärtsfahren und das Platzieren eines Senkels auf einer Zielscheibe. Bei einem abschliessenden Wettbewerb mit einem Dutzend Fragen über das Verhalten im Verkehr und weitere aktuelle Fragen können die Teilnehmenden ihr Wissen unter Beweis stellen und einen der attraktiven Preise in Form von Gutscheinen gewinnen.

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