Pünktlich um 18.30 Uhr begrüsste Präsident Patrick Küng die Vereinsvertreterinnen und -vertreter sowie die Gäste offiziell zur kurzfristig einberufenen Frühlingstagung. „Wir sind uns bewusst, dass wir euch Vereine sehr kurzfristig zu diesem Informationsaustausch eingeladen haben – und dies entspricht nicht dem üblichen Standard beim TFV“ entschuldigte sich Küng, meinte aber gleichzeitig, dass es besser ist, diese Themen direkt miteinander zu diskutieren, anstatt schriftlich zu korrespondieren.
Im ersten Schwerpunktteil informierten David Fall, Technischer Leiter TFV und Manuela Basler, Verantwortliche Frauen und Mädchen TFV, über aktuelle Projekte und anstehende Neuerungen. David Fall präsentierte die Idee einer E-11 Thurgauer Meisterschaft, welche in Turnierform im Januar gespielt würde, und die beiden Finalisten würden im Frühjahr im Vorfeld eines Meisterschaftsspiels einer Team Thurgau-Mannschaft den Final austragen. Dieses neue Format würde den traditionellen TKB-StartCup ablösen, welcher sportlich gesehen für den TFV in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat.
Die Entwicklung in der Mädchen-Nachwuchsförderung hat dazu geführt, dass ab der Saison 2024/25 der FC St. Gallen 1879 und der FC Wil 1900 je eine FU-14 und eine FU-16 Mannschaft führen werden. Dazu werden Sichtungstrainings angeboten, bei denen sich die talentierten Mädchen zeigen können. Die entsprechenden Aufgebote gehen an die Thurgauer Vereine. Der als Gast anwesende Sportchef des FC Wil 1900, Jan Breitenmoser, erläuterte diesen strategischen Entscheid des Vereins, welcher aus taktischer Sicht zu diesem zeitlich eng gefassten Rahmen geführt hat. Diese Anpassungen haben auch Auswirkungen auf den Mädchen Stützpunkt des TFV. Neu wird dieser auf die jüngeren Jahrgänge (2012 bis 2014, mit Übergangslösung 2011) ausgerichtet. Trainiert wird künftig in Bürglen.
Der anschliessende Mini-Workshop hat gezeigt, dass es sinnvoll ist in diesem Rahmen zu diskutieren, um die Meinungen, Fragen und Anregungen aufzunehmen. Der TFV wird die Ergebnisse aufnehmen und konsolidieren und wird mit den Vereinen weiter im engen Austausch bleiben.
Im zweiten Schwerpunktteil flammte ein weiteres Feuer auf, welches in Präsident Patrick Küng lodert. In seiner Brandrede zur WEURO25 rief er die Vereine auf, die Gelegenheit zu nutzen und weitere Mädchen für unsere Sportart zu begeistern und somit die Basis des Mädchen- und Frauenfussball weiter zu stärken. Der TFV sieht sich auch in diesem Thema als Dienstleister für die Vereine und wird die verschiedenen Aktivitäten koordinieren, sodass diese möglichst gut aufeinander abgestimmt werden. Es geht hier nicht darum, sich gegenseitige zu konkurrenzieren, sondern um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. So steht beispielsweise ein gleichzeitiger Schnuppertrainingstag bei allen Vereinen als Idee im Raum.
Der zweite Mini-Workshop des Abends war nach Regionen aufgeteilt. Hier hat sich gezeigt, dass man sich in einem frühen Stadium befindet und die Vereine hinsichtlich Ideen und Möglichkeiten unterschiedlich weit sind in ihren Gedanken. Patrick Küng meinte zu den Teilnehmenden: „Jeder Geistesblitz von euch ist uns zu jeder Zeit willkommen. Also meldet ihn.“
Zum Schluss bedankte sich der Präsident für das zahlreiche Erscheinen der Vereinsvertreterinnen und -vertreter sowie der Gäste. Er empfindet dies als grosse Wertschätzung seitens der Vereine. Mit diesen Worten schloss er die Tagung pünktlich um 20 Uhr.
Bericht und Foto: Eddy Maurice, TFV