Das letzte Heimspiel vor den Playoffs geht diskussionlos mit 7:2 verloren. 1565 wurden von der Thurgauer Mannschaft für einmal bitter enttäuscht.
Das Heimrecht war zwar bereits seit Dienstag gesichert, aber für den HCT ging es noch darum den zweiten Tabellenrang zu sichern. Zusätzlich wollte man sich vor allem vor Heimpublikum ein gutes Gefühl für die anstehenden Playoffs zu holen. Um dies vorneweg zu nehmen: Beides ging komplett in die Hose.
Nach ausgeglichenen ersten Spielminuten ging der EHC Chur bereits in der 4. Spielminute durch Topskorer Robin Ramsauer, der komplett alleine im Slot stand in Führung. Dass die HCT-Defensive es an diesem Abend nicht allzu gut mit dem bedauernswerten Ewan Huet meinte, zeigte sich in der 13. Minute und dem 0:2 durch Janik Canova. Auch er kam mutterseelenalleine vor dem Tor zum Abschluss. Stark danach zumindest die Reaktion im Powerplay. Backman mit einem starken Zuspiel auf Ljunggren und dieser lenkte gekonnt zum Anschlusstreffer ab. Negativ aus HCT-Sicht: Kai Münger und Kevin Etter kehrten beide nach Zwischenfällen nicht mehr aufs Eis zurück. Es bleibt zu hoffen, dass sich die beiden nicht ernsthaft verletzt haben.
Mit einem Eintore-Rückstand ins Mitteldrittel, da musste doch noch etwas drin liegen könnte man meinen. Leider zeigte vor allem der EHC Chur, dass sie bereit sind für das anstehende Playoff. Innert drei Minuten im Mittelabschnitt hatten sie zwei Mal durch Darel Dukurs auf 4:1 gestellt und die Partie damit vorentschieden. Zu seinem Swiss League – Debüt kam danach Nils Bächler, der Ewan Huet im Tor ersetzte. Bächler konnte sich im Mittelabschnitt mehrfach auszeichnen und beobachten, wie Simas Ignatavicius in seinem letzten Spiel für den HCT das 2:4 im Powerplay markierte. Kurz darauf sah es gar noch besser aus. Alessio Guignard hatte zu seinem ersten HCT-Tor und zum 3:4 Anschluss eingeschossen. Die Refs schauten sich die Szene aber noch einmal in der Wiederholung an und sahen, dass Victor Backman im Torraum Elijah Neuenschwander behinderte. Der Treffer wurde zurecht zurückgenommen.
Genau wie im zweiten Drittel startete der EHC Chur dann gar noch stärker in den Schlussabschnitt. Nik Petrovic und Liekit Reichle brauchten gar nur 82 Sekunden um auf 6:2 zu stellen. Ein Aufbäumen des HCT? Fehlanzeige. Den Schlusspunkt markierte Fabian Berri in der 57. Minute mit dem 7:2. Es wird einem Angst und Bange, wenn man bedenkt, dass in nur gerade fünf Tagen die Playoffs beginnen. Egal auf welchen Gegner man im Viertelfinale trifft, mit einer solchen Leistung dürfte die Saison nicht mehr lange dauern. Es bleibt zu hoffen, dass Anders Olsson schon am Samstag die richtigen Worte findet, um das Team wieder aufzuwecken und für die nächsten Aufgaben bereit zu machen.
HC Thurgau















