Karl Rühmann liest in der Regionalbibliothek Weinfelden aus seinem Roman «Die Wahrheit vielleicht»
Die Lesung in der Regionalbibliothek Weinfelden vom Donnerstagabend war ein fesselndes Ereignis, das 20 Personen anzog, um den Worten des Autors zu lauschen. Im Mittelpunkt stand Felipe ten Holt, der Protagonist von Karl Rühmanns drittem Roman «Die Wahrheit vielleicht». Mit seiner Fähigkeit, auch den gerissensten Trickser zu entlarven, stellte ten Holt die Frage nach der Wahrheit und ihrer Manifestation in den Mittelpunkt des Abends.
Als Verhörspezialist bei einem Geheimdienst war ten Holt darauf spezialisiert, sich über Sprachgrenzen hinwegzusetzen und Zusammenhänge in Gesagtem zu erkennen, die anderen verborgen blieben. Sein Gespür für Übereinstimmungen und Auffälligkeiten in den Antworten der Befragten ermöglichte es ihm, zwischen den Worten und Gesten Täuschung von Enthüllung zu unterscheiden und letztlich die Wahrheit herauszufiltern.
Die Teilnehmer der Lesung wurden in ten Holts Welt des Verhörs und der Ermittlung eingeführt, und es entstand eine faszinierende Diskussion darüber, wie sich die Wahrheit in der heutigen komplexen Welt manifestiert. Felipe ten Holts fesselnde Persönlichkeit und seine Fähigkeit, die verborgenen Ebenen der menschlichen Kommunikation zu durchdringen, machten diese Lesung zu einem literarischen Erlebnis für alle Anwesenden.
WYFELDER – lokal informiert
Foto: David Keller