Der mittlere Lohn in der Thurgauer Privatwirtschaft liegt bei …

Die Beschäftigten in der Thurgauer Privatwirtschaft haben 2022 im Mittel 6’125 Franken brutto pro Monat verdient. Dies geht aus den ersten Auswertungen der Lohnstrukturerhebung 2022 hervor, welche die Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau soeben publiziert hat.

Der mittlere Lohn in der Thurgauer Privatwirtschaft lag 2022 bei 6’125 Franken brutto pro Monat. Der sogenannte «Medianlohn» bedeutet, dass die eine Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr verdiente als 6’125 Franken, die andere Hälfte weniger. 

Der Medianlohn im Thurgau lag 2022 knapp 400 Franken unter jenem der Gesamtschweiz. Dies ist unter anderem auf die unterschiedliche Branchenstruktur im Vergleich zur Schweiz zurückzuführen. Im Vergleich zur Grossregion Ostschweiz bewegte er sich auf demselben Niveau. 

Je nach Branche unterscheidet sich das Lohnniveau stark. So war der Medianlohn in der Branche «Information und Kommunikation» – dazu zählen in erster Linie IT-Dienstleistungen – mit fast 7’900 Franken am höchsten. Im Gastgewerbe und in «Kunst, Unterhaltung und Erholung» war er mit rund 4’700 Franken beziehungsweise knapp 4’800 Franken am tiefsten.

Bildung ist Gold wert

Je höher der Bildungsabschluss, desto höher ist der mittlere Lohn. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Hochschulabschluss verdienten 2022 in der Thurgauer Privatwirtschaft im Mittel 9’000 Franken, jene mit einer höheren Berufsbildung rund 7’800 Franken. Demgegenüber betrug der mittlere Lohn von Personen ohne nachobligatorische Schulbildung knapp 5’100 Franken. Zudem steigt der Lohn bei Personen mit höherem Bildungsabschluss mit zunehmendem Alter stärker als bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit einem weniger hohen Bildungsabschluss.

Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer

Über alle Branchen, Berufe und beruflichen Positionen hinweg verdienten Frauen in der Thurgauer Privatwirtschaft 2022 14 % weniger als Männer. Bei den unter 30-Jährigen ist der Unterschied zwischen Frauen- und Männerlöhnen noch gering. Erst ab Anfang 30 öffnet sich die Lohnschere, wobei die Löhne der Männer noch klar steigen, bei den Frauen im Mittel aber kaum mehr zunehmen. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen- und Männerlöhnen lassen sich teilweise durch strukturelle Merkmale und unterschiedliche Tätigkeiten erklären.

Boni variieren je nach Branche stark

Fast jede oder jeder dritte Beschäftigte in der Thurgauer Privatwirtschaft profitiert zusätzlich zum Lohn von Sonderzahlungen wie Boni, leistungsbezogenen Gratifikationen oder Beteiligungen an Gewinnen oder Umsätzen. Auch hier gibt es grosse Unterschiede nach Branchen. Insgesamt machten Sonderzahlungen rund 2.8 % der Lohnsumme in der Thurgauer Privatwirtschaft aus.

Der Webartikel zur Lohnstrukturerhebung 2022 für die Thurgauer Privatwirtschaft steht auf www.statistik.tg.ch bereit.

tg.ch
Bild von Roy Buri auf Pixabay

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