Im Jahr 2025 wurden im Rahmen des Finanzausgleichs der Politischen Gemeinden 23.7 Millionen Franken an 38 Gemeinden ausbezahlt. Dies sind 2.1 Millionen Franken oder 9.5 % mehr als im Vorjahr. Dies geht aus der soeben veröffentlichten Statistischen Mitteilung «Finanzausgleich der Politischen Gemeinden 2025» hervor.
Im Rahmen des Finanzausgleichs zwischen Kanton und Politischen Gemeinden wurden im Jahr 2025 23.7 Millionen Franken an 38 Gemeinden ausbezahlt. Dies ist 2.1 Millionen Franken oder 9,5 % mehr als im Vorjahr. Insbesondere die Anhebung finanzschwacher Gemeinden auf die finanzielle Mindestausstattung hat – wie bereits in den Jahren zuvor – stark zugenommen. Der Lastenausgleich für eine unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte nahm ebenfalls zu, wenn auch in viel geringerem Ausmass. Leicht abgenommen hat hingegen der Lastenausgleich für Sozialhilfekosten.
Erneut deutlich mehr Gelder für finanzschwache Gemeinden
Die Anhebung finanzschwacher Gemeinden auf die finanzielle Mindestausstattung ist die volumenmässig stärkste Finanzausgleichskomponente. 2025 wurden dafür 14.3 Millionen Franken entrichtet, was gut 60 % des Finanzausgleichs entspricht. In den vergangenen Jahren hat diese Finanzausgleichskomponente stetig zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2025 2.2 Millionen Franken (+18.4 %) mehr für die Anhebung auf die finanzielle Mindestausstattung aufgewendet, im Vergleich zu 2023 gar vier Millionen Franken (+38.4 %) mehr.
Die starke Zunahme hängt damit zusammen, dass die für die Berechnung relevante Steuerkraft bei einigen finanzschwachen Gemeinden abgenommen hat, die durchschnittliche Steuerkraft jedoch gestiegen ist.
8.7 Millionen Franken von finanzstarken Gemeinden
Die Finanzierung der Beitragsleistungen erfolgt zum einen durch einen Kantonsbeitrag (2025: 15 Millionen Franken) und zum anderen durch die Abschöpfung bei finanzstarken Gemeinden. Im Jahr 2025 wurde bei 29 Gemeinden insgesamt 8.7 Millionen Franken abgeschöpft.
Die zwei grössten Gebergemeinden waren, wie bereits in den Vorjahren, Bottighofen und Warth-Weiningen (je 1.7 Millionen Franken). Weitere Gebergemeinden mit einem abgeschöpften Betrag von je mehr als 500‘000 Franken waren Ermatingen, Salenstein und Tägerwilen.
Sechs Gemeinden erhielten je mehr als eine Million Franken
Ausgleichszahlungen von total je mehr als einer Million Franken flossen 2025 an die Gemeinden Amriswil (4.7 Millionen Franken), Arbon (3.8 Millionen Franken), Bischofszell (1.9 Millionen Franken), Romanshorn (1.6 Millionen Franken), Kreuzlingen (1.6 Millionen Franken) und Frauenfeld (1.2 Millionen Franken). Relativ zur Einwohnerzahl profitierten Hüttlingen und Schönholzerswilen am stärksten.
Statistische Mitteilung Nr. 1/2026 «Finanzausgleich Politische Gemeinden 2025»
tg.ch















