Leserbrief Halbierungsinitiative SRG

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Was würden wir verlieren, wenn die Halbierungsinitiative angenommen würde? Ein ganz grosses Stück Heimat. Ausgerechnet die SVP müsste eigentlich geschlossen hinter der SRG stehen, denn es steckt so viel Schweiz in den Programmen: Schweizer DOKs, Schweizer Sport, Schweizer Kultur, Schweizer Satire, Schweizer Filme, Schweizer Unterhaltung, Schweizer Musik usw.

Als Mitte-Politikerin empfinde ich die SRG-Programme ausgewogen. Um mir eine Meinung bilden zu können, bin ich sehr glücklich, dass ich in Beiträgen im Fernsehen und im Radio auch in Kontakt mit Argumenten komme, die nicht meiner Denkweise und politischer Ausrichtung entsprechen.

Das Argument, dass sich junge Leute nicht für SRG-Programme interessieren, kenne ich in meinem Umfeld nicht. Die Jungen sind allerdings nicht mehr auf den linearen Sendern unterwegs, sondern konsumieren die Inhalte online. Und genau hier ist die SRG ebenfalls sehr gut aufgestellt und bietet nebst der seichten Unterhaltung und Fake-News auf den Sozialen Medien qualitativ hochwertige und auf junge Leute zugeschnittene Inhalte. 

Nicht zu vergessen ist der soziale Aspekt. Die SRG ist verpflichtet, für Menschen mit einer Sinnesbeeinträchtigung,die Inhalte ebenfalls zugänglich zu machen. Viele Programmeim TV werden untertitelt oder können mit einer Audio Description empfangen werden.

Die SRG ist ein Verein. In diesem Verein können alle mitmachen und mitgestalten. Anstatt sich lauthals zu beschweren, können engagierte Mitglieder die Programme kritisieren und ihre Verbesserungsvorschläge und Ideen direkt dort einbringen. 

Die geforderte Reduktion der Programme der SRG auf den Mindestauftrag stimmt für mich auch finanziell nicht. Die Gebühren sinken in den nächsten Jahren sowieso auf 300 Fr. Mit der Reduktion auf 200 Fr. würden wir in unserem 2-Personen-Haushalt täglich 27.5 Rappen sparen. Das ist es mir definitiv nicht wert! Deshalb stimme ich aus Überzeugung NEIN! Denken wir heute daran, was wir verlieren würden!

Alexandra Beck, Weinfelden

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