Die ersten grossen Baustellen dieses Jahres sind in Betrieb. (Bild: Symbolbild)
Der Beginn des «Baustellen-Jahres» 2026 ist lanciert. Nach Beobachtung der Anfangsphase ist an einzelnen Stellen nachjustiert worden, u. a. in der Signalisation. Der Bereichsleiter Tiefbau, Reto Colombo, ordnet die aktuelle Situation ein.
Dass auch dieses Jahr Geduld und Verständnis auf den Weinfelder Strassen gefragt sind, wurde bereits zu Beginn des Jahres kommuniziert. Nachdem nun erste grosse Baustellen in Betrieb sind, zieht das Bauamt ein erstes Résumé und setzt, wie üblich bei grösseren Baustellen unter Verkehr, Optimierungen um.
- Signalisation: Diese wurde insbesondere in den Quartieren verstärkt oder angepasst.
- Lichtsignalanlage (LSA): Die Steuerung der LSA auf der Amriswilerstrasse wird tageszeitabhängig optimiert. Neu wird am Morgen der Verkehr stadteinwärts bevorzugt und abends stadtauswärts.
- Die Übersichtsnews wird regelmässig aktualisiert.
Reto Colombo, Bereichsleiter Tiefbau, sagt: «Es sind kleinere Massnahmen, die wir in den nächsten Tagen umsetzen werden. Aber es ist klar: Der Unterhalt unserer Strassen ist komplex, zeitintensiv, teuer, und für Betroffene verständlicherweise mühsam. Im Gegenzug profitiert ganz Weinfelden von einer weiterhin funktionierenden Kanalisation, einem Strom- und Gasnetz, sicheren Strassen und zusätzlich künftig auch von nachhaltiger Energie.»
Die wichtigsten Fragen und Antworten in der Übersicht
Findet in der Planung der Baustellen eine Abstimmung mit Kanton, SBB und TBW statt?
Reto Colombo: Unsere jährlichen Baustellenplanungen werden jeweils von langer Hand geplant – mit allen Akteuren am Tisch. Dabei werden jeweils unterschiedliche Varianten geprüft, um die Einschränkungen im Strassenverkehr möglichst gering zu halten.
Welche Aspekte beeinflussen die Gesamtplanung?
Sehr viele. Der Zustand von Kanalisation, Werkleitungen oder Strassenbelägen zum Beispiel: Wie dringend ist welche Sanierung? Dann spielen die Folgejahre eine Rolle: Was können wir noch schieben, ohne dass wir anderen Sanierungen in die Quere kommen? Hier müssen wir immer darauf achten, dass wir die «Bugwelle» an Sanierungen stetig abarbeiten. Dann das Wetter: Tiefe Temperaturen verhindern das Erstellen von den Pflästerungen und Beläge in der geforderten Qualität. Weiter müssen Grossanlässe im Stadtzentrum berücksichtigt werden können. Schliesslich die SBB: Sie kann nicht immer Rücksicht auf die Vorhaben der einzelnen Städte nehmen, da sie national planen muss. Dann spielt der zur Verfügung stehende Platz eine Rolle: Schwere Baufahrzeuge brauchen Platz, was oft Vollsperrungen zur Folge hat. Nicht zuletzt spielen auch vorhandene Ressourcen und das Budget eine Rolle.
Warum sind die Freiestrasse und die Amriswilerstrasse gleichzeitig eingeschränkt befahrbar? Hätte man diese Baustellen nicht versetzt planen können?
Nein – sonst hätten wir das natürlich gemacht. Die Baustelle an der Freiestrasse haben wir bereits mehrere Jahre hinausgezögert, unter anderem aufgrund anderer Baustellen und künftiger Projekte. Wir konnten schlichtweg nicht länger zuwarten. Der Strassenbelag ist bereits stark beschädigt. Da geht es vor allem um Sicherheit (u.a. für den Langsamverkehr), die wir gewährleisten müssen. An der Amriswilerstrasse findet die Fortsetzung der Fernwärme-Erschliessung statt. Diese Baustelle folgt einer Mehrjahresplanung mit vielen Abhängigkeiten und entsprechend wenig Spielraum. Immerhin können wir gleichzeitig die dringend benötigte Kanalsanierung umsetzen und uns damit eine weitere Baustelle einsparen.
Welche Ausweichroute empfiehlt sich aktuell?
Das ist ganz wichtig: Die Umfahrung (Nationalstrasse)! Diese ist aktuell flüssiger, weil zum einen kein Verkehr von der Freiestrasse in den Kreisel (Freie-/Deucherstrasse) kommt. Zum anderen ist auch der Kreisel am westlichen Stadteingang weniger belastet, da der Bypass von Märstetten her stärker benutzt wird.
Stadt Weinfelden
















1 Gedanke zu „Baustellen in Weinfelden: Hintergrundwissen aus erster Hand“
Chaos Total!!! Bis ende Oktober 2026 Weinfelden grossräumig umfahren! Wenn man noch die Bahnübergänge Amriswiler/Kreuzlingerstrasse in betracht zieht, die alle 15 Minuten schliessen ist man bedient.