Am kommenden Samstag, den 02.09.23 feiern die beiden Traditionsvereine ihr 90-jähriges Bestehen. Im Pfarreizentrum erwartet werden um die 100 aktive und ehemalige Leiterinnen und Leiter.
[Marc Ramel, v/o Bluesy]
Jungwacht und Blauring Weinfelden gehören zu den zehn ältesten „Scharen“ der Schweiz. Die Anfänge dieser Vereine reichen in die Jahre 1933 und 1934 zurück. Damals erkannten engagierte Weinfelder Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit, den allgemeinen eher politisch motivierten Jugendbewegungen eine eigene, auf religiösen Grundsätzen basierende, entgegen zu stellen.
Entwicklung
Dieses Gedankengut war dem damaligen Zeitgeist geschuldet und mutet heute wohl etwas anachronistisch an. Die beiden Vereine betrachten sich heute als überkonfessionell, politisch neutral aber immer noch den christlichen Grundwerten verpflichtet. Stark im Vordergrund stehen das gemeinsame Erleben der Natur, die Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen und die Schaffung von Gruppenerlebnissen ausserhalb der zivilisatorischen Komfortzone.
Aufwuchs
In der jüngsten Vergangenheit hat sich das System etabliert, dass ein Kind in der ersten Klasse eintritt, während der Woche jeweils an einem Gruppentreffen teilnimmt und schliesslich ab der dritten Oberstufe je nach Eignung und Interesse einen Leiterinnen- oder Leiterposten übernimmt. So wachsen die Blauringmädchen und Jungwächtler schrittweise in den Verein hinein. Als Leiterinnen und Leiter lernen sie schliesslich in frühen Jahren, Verantwortung über eine Gruppe zu übernehmen und für den gesamten Verein zu denken.
Programm
Der Nachmittag wird durch die Aktiven gestaltet. Ein Postenlauf lädt die Gielen und Chiccas (so werden die Jungwachtknaben und Blauringmädchen genannt) ein, ein Andenken selbst zu zimmern, eine Jubiläumswand zu bemalen und auf der Brauereiwiese ein imposantes Holzdenkmal in Form einer 90 aufzurichten. Daneben gibt es eine Bastelwerkstatt und zahlreiche weitere Vergnügungsposten.
Festakt
Der Abend wird durch eine Besinnung eingeläutet. Als ehemaliger Jungwachtleiter wird Stadtpräsident Simon Wolfer die Grussworte der Stadt überbringen. Danach besteht ausreichend Gelegenheit, im Stil einer Klassenzusammenkunft alte Geschichten und persönliche Erlebnisse auszutauschen. Photoalben und Filme unterstützen die Erinnerungen. Eine gemütliche Singrunde wird den Abend beschliessen.




zVg