Über 40 erfolgreiche Mannschaftssportler oder Thurgauer Sportlerinnen und Sportler, die an einer Europameisterschaft, Weltmeisterschaft oder an den Olympischen Winterspielen teilgenommen haben, kamen zur Sportehrung ins Theaterhaus Weinfelden. Die ausserordentlichen sportlichen Leistungen – allen voran Kreuzlinger Sportvereine – werden mit Beiträgen aus dem Swisslos Sportfonds honoriert.
Sportliche Leistungen auf hohem Niveau. Der Leistungssport im Thurgau wird von Vereinen massgeblich und nachhaltig geprägt. Die erste Sportehrung in diesem Jahr des Sportamtes Thurgau ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Zahlreiche Medaillen haben die eingeladenen Sportlerinnen und Sportler im vergangenen Jahr an Europa- oder Weltmeisterschaften gewonnen. Das Feld der Beteiligten an dieser Sportehrung am Mittwochabend im Theaterhaus Weinfelden ist hochkarätig besetzt.
Musikalisch umrahmt die Sportehrung die ehemalige Kunstradfahrerin und Musiknachwuchstalent Selina Schildknecht aus Hagenwil auf ihrer Gitarre mit warmen und souligen Klängen.
Cupsieger ehren, Volleyball würdigen, auch den Pferdesport, Turniertanzpaare, Bobfahrer und Sebastian Schärer für dessen Teilnahme an den IQ Foil Europameisterschaften 2021. Doch das macht die Sportehrung so spannend, es sind viele Sportarten vertreten. Für die Profisportlerinnen und -sportler standen an diesem Abend nicht körperliche Aktivitäten auf dem Programm. Martin Leemann, der Leiter des Thurgauer Sportamtes, bittet sie einzeln oder in Teams auf die Bühne. Leemann entlockt mit spannenden Fragen den Sportlerinnen und Sportler Insiderinformationen.
Glanzleistungen in zahlreichen Disziplinen
«Pferdesport ist Teamarbeit», sagt Vera Bütikofer, was zählt sind Präsentationsnoten. Turniertänzer Arjan Steurer erzählt von wöchentlich 14 bis 15 Trainingsstunden. Tanzpartnerin Aroa Martin spricht von aufwendigen Frisuren an Europameisterschaften. Luc Roth übt die Sportart Rock’n’Roll seit der zweiten Primarklasse aus.
Spitzenleistung an der Junioren-Europameisterschaft zeigte auch Delia Uebelhart, die nun wegen Doppelbelastung für die Berufslehre den Sport zurücksteckt. Der 24-jährige Eiskunstläufer Lukas Britschgi hat an den Olympischen Spielen in Peking mit tollen Leistungen überzeugt. Mit Eiskunstlauf-Sprüngen und Training will er weitermachen nebst Teilzeitstudium.
Fabio Badraun spricht von der Faszination «Anschieben im Bob und erfolgreich sein». Jonas Haslers Traumberuf ist eigentlich Helikopterpilot. Als wahrer Überflieger ist der Ottoberger einer der weltbesten Snowboarder in der Halfpipe. Der Dritt-Sekundarschüler wird im Sommer eine Sport-KV-Lehre beginnen. Deshalb sind Trainingsorte mit der Arbeit von überall aus zu verknüpfen. Andri Oberholzer erwähnt die grosse Freude am Sport als den entscheidenden Erfolgsfaktor im Zehnkampf.
Sportlerinnen und Sportler haben ambitionierte Ziele für die kommende Saison. Um nur einige zu nennen: Die Wasserballer Kreuzlingen sind vorbereitet auf die Halbfinalserien, die am 7. Juli beginnen. Die Volleyballer Amriswil bereiten sich auf die Saison im September sowie die anstehenden Champions-League-Qualifikationsspiele vor. Dazu zählen, wie bei allen Spitzenathletinnen und -athleten, täglich mehrere Trainings. Die Handballer des HSC Kreuzlingen wollen in der Nationalliga A mit guten Resultaten auf sich aufmerksam machen.
Teamsport mit Glanzleistungen
Der HSC Kreuzlingen ist – neben dem Grossstadtverein GC Amicitia Zürich – der einzige Klub in der Schweiz, der sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ein Team in der höchsten Liga stellt. Bei der Ehrung des Handballclubs Kreuzlingen spricht Leemann vom «frenetischen» Heimpublikum an Spielen. Captain Valon Dedaj sagt: «Gute Zuschauer sind wichtig.» Präsident Patrick Müller macht der Aufstieg des Handballclubs Kreuzlingen stolz. Der Ligaerhalt sei das erklärte Ziel, der HSC will sich in der höchsten Liga etablieren. Eine Herausforderung stellten Trainingsmöglichkeiten dar.
Text: Manuela Olgiati (Thurgauer Zeitung), Bild: Reto Martin